Wissenswertes über Investmentfonds
Investmentfonds sind eine interessante und darum vielleicht
auch so beliebte Anlageform. Im Jahre 1991 gab es 668 öffentlich zum Vertrieb
zugelassene Fonds in Deutschland. Seitdem wurden ständig neue Fonds aufgelegt,
so dass bis zum Jahr 2011 ihre Zahl auf 10.724 stieg – wie gesagt: in
Deutschland. Weltweit liegt die Zahl bei knapp 70.000. Nähere Informationen
gibt es vom BVI (Bundesverband Investment und Asset Management, http://www.bvi.de/de/statistikwelt/wirtschaft_und_investmentfonds/invfonds_weltweit/index.html).
Die Finanzmärkte kennen viele Arten von Fonds, wodurch sich
das Anlagerisiko sehr breit streuen lässt, bei gleichzeitig relativ geringem
eigenem Arbeitsaufwand:
- Aktienfonds
- Immobilienfonds
- Rentenfonds (investieren vorwiegend in festverzinsliche
Wertpapiere)
- Geldmarktfonds (investieren in den Markt für kurzfristige
Kredite)
- Regionale Fonds (investieren in bestimmte Wachstumsmärkte,
z.B. in Asien, in Schwellenländern usw.)
- Rohstofffonds (investieren in
Rohstoffe)
- Ökofonds (investieren ausschließlich in ökologisch
sinnvolle, nachhaltige Anlagen)
- Hedgefonds (investieren sehr spekulativ unter Einsatz von
Derivaten und Leerverkäufen. Hohe Renditen, aber auch hohe Verluste möglich)
- Dachfonds (fassen verschiedene Fonds zusammen)
- Indexfonds (investieren in die Aktien von Unternehmen, die
in einem bestimmten Marktindex wie DAX, Dow Jones usw. gelistet sind. Im
Gegensatz zu den o.g. Fonds werden sie nicht aktiv gemanagt, sondern bilden den
jeweiligen Marktindiz ab. Viele Indexfonds werden als ETF, Exchange Traded
Funds, angeboten und an der Börse gehandelt)
.
Was ist der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen
Fonds? Die Anteile von offenen Investmentfonds werden an der Börse
gehandelt, so dass täglich ein Kurs festgelegt wird. Diese Anteile können
jederzeit gekauft und verkauft werden. Offene Investmentgesellschaften sind
gesetzlich verpflichtet, ihre Anteile wieder zurückzunehmen. Anlagekapital und
Anzahl der Anleger sind praktisch unbegrenzt. Die Fondsanteile können einen
Kursgewinn (aber auch Kursverlust) bringen, außerdem werden Zinsen und
Dividenden ausgeschüttet (bei sofortiger Wiederanlage in Fondsanteile, sog.
Thesaurieren, erhöht sich die Zahl der Anteile). Unterschiedlich hohe Kosten
(Ausgabeaufschlag/Rücknahmeabschlag, Verwaltung, ggf. weitere Gebühren).
Die Anteile von geschlossenen Investmentfonds werden nicht
an der Börse gehandelt. Geschlossene Investmentgesellschaften sind nicht
verpflichtet, ihre Anteile wieder zurückzunehmen. Das Anlagekapital ist
begrenzt, da im Voraus festgelegt. Dadurch ist die Anzahl der Anleger ebenfalls
begrenzt.
Wo können Sie Fondsanteile kaufen? Es gibt viele Möglichkeiten: Bei der Fondsgesellschaft
selbst, an der Börse oder bei Finanzdienstleistern, Banken und
Fondsvermittlern.
Seit 1.1.2009 unterliegen Zinsen und Dividenden von
Fondsanteilen, aber auch Kursgewinne der 25%-igen Abgeltungssteuer, egal wie lange
die Anteile gehalten wurden.
Bei so vielen Fonds noch die Übersicht zu behalten ist nicht
mehr leicht, aber es gibt Hilfsmittel und es gibt das Internet. So wird die
historische Leistungsfähigkeit von Fonds durch Rating-Agenturen festgehalten
(z.B. S&P Fonds-Rating, Moody’s, Fitch Rating). Viele private Dienstleister
bieten auch Fonds Rankings an. .
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